Spannend, oder? Wie viele scheinbar ähnliche Beautysalons es in einer kleinen Stadtstraße geben kann – aber ist auch einer wirklich genau wie du? Egal, ob du gerade erst anfängst oder deine Salonpreise in ein neues Zeitalter führen willst, eines ist klar: Den wirklich richtigen Preis zu finden, ist keine reine Mathematik, sondern ein kleines Rätselspiel mit der Konkurrenz und den Erwartungen des Marktes. Wie machst du das so, dass du wirklich gewinnst und deine Preise dich hervorheben? Tauchen wir in die Welt der Wettbewerbsanalyse ein!

Zuerst: Wie schaust du dir die Preise der Konkurrenz clever an, statt heimlich?

Unglaublich, wie viele nützliche Informationen schon um dich herum verfügbar sind. Fang mit dem Einfachsten an – google. Nimm dir die größeren und kleineren Beautysalons in deiner Region vor. Sieh dir ihre Websites an, schau bei Facebook und Instagram vorbei, surf durch Buchungsportale. Oft sind die Preislisten für alle frei einsehbar. Wenn nicht? Kein Problem – du kannst völlig unbefangen anrufen oder selbst im Salon vorbeischauen und einfach fragen. Viele Besitzerinnen tun das regelmäßig, um mit dem Markt Schritt zu halten.

Aber bleib nicht nur bei den Preisen stehen! Achte genau darauf, womit die Leistungen zusammen verkauft werden. Wird zum Schnitt oder Gel-Nagellack ein Tee, eine kostenlose Beratung, eine besonders gemütliche Raumgestaltung oder aufregende Paketpreise angeboten? Oft sind es genau die kleinen Details, die entscheiden, ob ein Preis verlockend oder unangemessen hoch wirkt. Ein cleverer Trick: Erstell dir eine einfache Tabelle mit allen Grundleistungen (Schnitt, Maniküre usw.) und vergleiche, warum der Preis an manchen Orten höher ist – vielleicht steckt dort schon ein cooler Mehrwert dahinter?

Willst du auch das Marketing und die Kundenbindung der Konkurrenz in den sozialen Medien geschickter analysieren, sieh dir unbedingt 5 wirkungsvolle Social-Media-Post-Ideen für Kosmetikerinnen an.

Ist dein Salon gewöhnlich? Niemals!

Liegt das Bild der Konkurrenz jetzt vor dir, erstell dir eine ehrliche Liste dessen, was dein Trumpf ist. Vielleicht bist du in einem Bereich ein echter Star – hast internationale Zertifikate, eine neue Technik oder ein Produkt, das es sonst nirgendwo in der Stadt gibt. Oder bietest du besonders persönliche Beratungen, Weltklassemarken und Naturprodukte an? Vielleicht machst du bessere Witze als jede andere, und deine Kundinnen gehen immer bestens gelaunt? Das ist echter Mehrwert.

Zum Beispiel: Bist du die Einzige, die die Purest-by-SalonLife-Ökosiegel verwendet, ist das schon etwas Besonderes! Bietet überhaupt eine Konkurrentin Babymassagen oder einen Schnitt samt lebendigem Frisurworkshop an? Genau diese einzigartige Nuance ist es, die dem Preis Glanz verleiht – oder bei Bedarf Kundinnen mit einem etwas günstigeren, aber stets begründeten Preis „anlockt“.

Brauchst du Inspiration, wie du die Vorteile und die Einzigartigkeit deines Salons besser herausstellst, lies auch bewährte Werbestrategien für Friseurinnen, um mehr Kundinnen zu gewinnen sowie erfolgreiche Strategien, mit denen sich dein Salon abhebt.

Deine Preise erzählen eine Geschichte: bist du Luxus, Kundenmagnet oder erschwinglich?

Wähl ehrlich, welches Image du wirklich schaffst. Wem willst du deine Leistungen anbieten – einer preisbewussten Kundin, die nach etwas Günstigem sucht, oder jemandem, der Luxus schätzt und bereit ist, mehr zu zahlen, um etwas Außergewöhnliches zu erleben? Überleg dir genau, in welche Preisklasse du wirklich gehörst.

Hier eine kleine Checkliste:

  • Bietest du mehr als andere (Niveau, Zertifikat, extra Annehmlichkeiten)? Ja? Dann kannst du den Preis auch etwas höher ansetzen – aber vergiss nicht, das mutig herauszustellen!
  • Willst du neue Kundinnen sicher gewinnen, ohne den Gewinn zu riskieren? Erwäg bei manchen Leistungen einen etwas niedrigeren Preis, aber füg ein Wow-Detail hinzu, zum Beispiel den schnellsten Service oder die längsten Öffnungszeiten.
  • Bist du in der Preis-Leistungs-Meisterklasse der Mittelschicht, dann stell das klar heraus – sowohl in den Preisen als auch in den Beschreibungen, zum Beispiel „Spitzenqualität zum fairen Preis“ oder „ausgebildete Fachkräfte, immer persönlich“.

Zeig deinen Wert mutig in der Preisliste und den Leistungsbeschreibungen. Kundinnen schätzen es sehr, wenn sie erfahren, dass du zum Beispiel nur hochwertige Profi-Produkte verwendest oder Sonderwünsche schon vor dem Termin berücksichtigst.

Guten Rat zu Preisen und Positionierung findest du auch in Wie du einen vollständigen Marketingplan für deinen Beautysalon erstellst: dein Weg zum Erfolg, und Strategien, wie du die Sichtbarkeit deines Salons erhöhst, findest du im Artikel Steigere die Attraktivität deines Salons mit wirkungsvollen Marketingstrategien.

Leg die Preise fest: vertrau nicht auf Glück, vertrau auf Analyse

Hast du das gesamte Wettbewerbsbild und deine eigenen Stärken kartiert, ist es Zeit, die Preise wirklich festzulegen. Denk daran:

  • Ein zu niedriger Preis kann verlockend wirken, besonders am Anfang, aber er kann deinen Gewinn schnell aufzehren und den Ruf eines „Billiganbieters“ erzeugen.
  • Ein zu hoher Preis schreckt die Kundin ab, es sei denn, sie versteht, welchen Wert sie dafür bekommt.
  • Frag dich: Gibt dir dieser Preis genug, um Kosten zu decken, Gewinn zu erwirtschaften und in die Zukunft zu investieren?
  • Der Preis ist nicht für die Ewigkeit! Aktualisier deine Preisliste mindestens einmal im Jahr oder sobald du merkst, dass sich Markt oder Kosten ändern.

Bau dir mutig eine „Preispyramide“ auf, in der sowohl eine günstigere Einstiegsleistung für Neukundinnen als auch eine „Premium“-Variante für Stammkundinnen Platz haben. Nutzt du digitale Lösungen für die Salonverwaltung (zum Beispiel die SalonLife-Salonsoftware), kannst du deine Preise und Angebote einfach und schnell aktualisieren. So sind kleine Änderungen sofort sichtbar!

Drei Freunde, die deine Preise zum Erfolg führen:

  1. Eine interessante Datentabelle – du siehst sofort, wo du deine Preise ansetzen solltest.
  2. Ein ehrlicher Blick in den Spiegel – du verstehst, wofür deine Kundinnen mit Herzblut bezahlen.
  3. Der Mut, den Preis bei Bedarf zu ändern – je flexibler du bist, desto stärker behauptest du dich am Markt.

Sind die Geheimnisse der Wettbewerbsanalyse jetzt entwirrt, bist du einen großen Schritt näher an einer durchdachten und selbstbewussten Preisliste. Aber was passiert, wenn du feststellst, dass du bei einer Leistung sogar unter Selbstkosten arbeitest oder bei der Preisgestaltung die Materialkosten gar nicht berücksichtigt hast? Genau davon sprechen wir im nächsten Kapitel. Wusstest du, dass sogar ein winziges Detail – wie ein Tuch oder Handschuhe – den Gewinn stärker beeinflussen kann, als man vermuten würde? Beim nächsten Mal entdecken wir gemeinsam, wie du die Kosten hinter deinen Preisen genau und clever im Griff behältst!