Hast du schon mal gemerkt, dass die Tage im Salon voller Kundinnen sind, am Monatsende aber trotzdem etwas am Gewinn fehlt? Oder festgestellt, dass Kundinnen zwar kommen, aber immer nur wegen einer einzigen Leistung? Tatsächlich steckt in dir großes Potenzial, sobald du einen wichtigen Kniff beherrschst: Cross-Selling.
Cross-Selling bedeutet, dass du bei jedem Kundenbesuch bei Bedarf noch etwas mehr anbietest – etwas, das den Besuch für die Kundin noch wertvoller macht und gleichzeitig den Gewinn des Salons steigert, ohne dass du jeden Tag doppelt so schnell arbeiten müsstest.
Aber wie machst du das richtig? Und wie stellst du sicher, dass sich die Kundin weiterhin gut aufgehoben fühlt statt wie eine bloße Zielscheibe?
Warum ist Cross-Selling für den Salon so wichtig?
Denk kurz nach: Kommt eine Kundin zum Haarschnitt, warum sollte sie nicht gleichzeitig auch eine Augenbrauenbehandlung oder eine Maniküre bekommen? Oder wartet sie auf die Einwirkzeit der Haarfarbe, warum nicht eine Kopfmassage oder eine Paraffinbehandlung für die Hände anbieten? Diese kleinen Extras:
- steigern den Wert jedes einzelnen Kundenbesuchs;
- geben der Kundin das Gefühl, dass ihre Zeit geschätzt wird und alles Nötige auf einmal erledigt wird;
- schaffen die Gewohnheit, mehrere Leistungen zu nutzen – genau in deinem Salon;
- bringen eine zufriedene Kundin zurück … meist zusammen mit einer Freundin.
Erfahrene Salons lassen sich keine Gelegenheit entgehen, aus jedem Besuch die beste Stunde im Tag der Kundin zu machen – sodass sie nicht nur einen Haarschnitt oder eine Maniküre bekommt, sondern ein ganzheitliches „Beauty-Erlebnis“. Und das macht alle glücklich!
Willst du noch mehr clevere Verkaufskniffe (einschließlich saisonaler Kampagnen oder Zielgruppenmarketing), findest du gute Beispiele auch im Beitrag die 7 Marketing-Ps, die jeder Beautysalon beherrschen sollte.
Wie bietest du Zusatzleistungen natürlich und clever an?
Der Schlüssel zum Cross-Selling ist keine Verkaufsrede, sondern Zuhören und Aufmerksamkeit. Beeil dich nicht und dräng nicht – deine Aufgabe ist es, deine Kundin zu kennen.
- Sprich wirklich mit ihr: Frag zum Beispiel, ob sie mit ihren Haaren, ihrer Haut oder ihren Nägeln zufrieden ist.
- Achte darauf, ob sich in ihrer Buchung Leistungen kombinieren lassen: Sitzt sie schon im Stuhl, lässt sich auch eine Augenbrauenbehandlung machen; die Einwirkzeit der Farbe eignet sich hervorragend für eine Maniküre.
- Hör zu, was sie erwähnt. Oft fällt in einem Gespräch der Satz „Oh, ich sollte längst mal meine Augenbrauen machen lassen!“ – genau hier kannst du sofort eine zusätzliche Leistung anbieten.
Digitale Werkzeuge können hier unersetzlich sein. SalonLife zum Beispiel zeigt dir, welche Leistungen eine Kundin früher genutzt hat, und auch, wann sie zuletzt von Gellack gesprochen hat. So kannst du sagen: „Deine letzte Maniküre ist schon einen Monat her – sollen wir die heute auch gleich machen?“ Kundinnen schätzen es, wenn man sich an sie und ihre Vorlieben erinnert!
Willst du wissen, wie du mit digitalen Lösungen die Kundenzufriedenheit steigerst und welche weiteren Kniffe du ausprobieren kannst, lies unbedingt Wie du die Kundenzufriedenheit im Beautysalon steigerst.
Clevere Leistungskombis: mit wenig Aufwand doppeltes Ergebnis
Das richtige Timing und die richtige Kombination können sowohl den Tag des Salons als auch den der Kundin verändern. Ein paar gut funktionierende Paare:
- Haarschnitt + Augenbrauenbehandlung – zwei Fliegen mit einem Stuhl!
- Haarfarbe + Maniküre – die Einwirkzeit der Farbe passt ideal zur Handpflege.
- Pediküre + Paraffinbehandlung für die Hände – bequem für die Kundin, der Arbeitsablauf im Salon läuft reibungslos.
- Gesichtsbehandlung + Augenbrauen-/Wimpernfärbung – nutze die Einwirkzeit der Maske oder des Pflegeprodukts!
Wichtig ist, dass Terminplan und Teamarbeit so geplant sind, dass diese Kombinationen reibungslos umsetzbar sind. Hier hilft die digitale Planung – das Buchungssystem zeigt, wann sich Leistungen sinnvoll verbinden lassen und wer davon profitieren könnte. Weitere praktische Tipps zur effizienten Nutzung des Salonkalenders findest du im Beitrag Strategien zur Optimierung deines Salonkalenders.
Woran erkennst du, dass Cross-Selling wirklich funktioniert?
Ergebnisse zu messen ist einfacher, als du denkst. Mit Software (wie SalonLife) kannst du verfolgen:
- Wie viele deiner Kundinnen entscheiden sich für Zusatzleistungen?
- Welche Leistungskombis sind am beliebtesten?
- Bleibt eine Zusatzleistung ständig im Hintergrund, obwohl sie beliebter sein könnte?
Merkst du, dass eine Leistung nicht ausreichend angeboten wird, kannst du sofort reagieren: das Team schulen, Terminpläne anpassen oder neue Kombinationen ausprobieren. Hab keine Angst vor Zahlen – sie helfen dir zu erkennen, was du ändern solltest, um noch profitabler zu werden.
Das Kundenerlebnis an erster Stelle – immer!
Und zum Schluss das Wichtigste: Cross-Selling darf nie wie ein Verkaufsangriff wirken. Menschen spüren genau, ob man sich um sie kümmert oder ihnen nur etwas verkaufen will. Mach das Angebot aus den Bedürfnissen der Kundin heraus: „Ich sehe, dass deine Haare heute etwas trockener wirken, sollen wir eine Aufbaumaske ausprobieren?“ – das fühlt sich völlig anders an als ein bloßes „Möchtest du noch etwas dazu?“
Vergiss nicht:
- Eine digitale Erinnerung (E-Mail oder SMS) funktioniert dann, wenn sie persönlich und freundlich ist, nicht wie eine aggressive Verkaufsflut.
- Erklär immer, warum du etwas empfiehlst. So spürt die Kundin, dass es sich um eine wirklich für sie passende Wahl handelt.
Spüren die Menschen in deinem Salon, dass ihre Wünsche wahrgenommen werden und ihnen echte Lösungen angeboten werden, kommen sie zurück – immer wieder!
Kannst du dir schon vorstellen, wie viele verborgene Möglichkeiten wirklich in deinem Salon stecken? Das Geheimnis des Cross-Sellings liegt vor allem in diesen Möglichkeiten – und darin, sie gemeinsam mit der Kundin zu entdecken. Im nächsten Artikel tauchen wir noch tiefer ein: wie du die Einnahmequellen deines Salons mit Produktverkauf erweiterst und warum das manchmal deine größte verborgene Gewinnquelle sein kann. Bleib dran!
