Wäre dein Salon bereit, morgen von einem Tag auf den anderen die Türen zu schließen? Wann hast du zuletzt darüber nachgedacht, wie verletzlich ein liebevoll geführter kleiner Beautysalon in einer Krise sein kann? Vor einigen Jahren wurde der reibungslose Salonalltag über Nacht Teil einer völlig neuen Realität – ja, die Rede ist von der Corona-Pandemie, die die gesamte Beauty-Branche durcheinandergewirbelt hat. Ich glaube, niemand von uns will von dieser Zeit noch einmal hören, aber die Lehren daraus bleiben unbezahlbar – und können dein Geschäft retten, egal was die Zukunft bringt.
Die ersten Momente der Krise: der plötzliche Schock und die schnelle Anpassung
Stell dir vor: Morgens beim Reinkommen ist der Terminplan voll, doch schon zur Mittagszeit heißt es, dass du den Salon auf unbestimmte Zeit schließen musst. Was jetzt? Genau hier wird klar, wie wichtig es ist, auf unerwartete Situationen vorbereitet zu sein – nicht nur mit einem Vorrat an Masken und Desinfektionsmittel, sondern vor allem finanziell und kommunikativ.
Das sind die wichtigsten Dinge, die sofort auf der Tagesordnung stehen:
- Der Umsatz verschwindet sofort, die Fixkosten bleiben: Miete, Nebenkosten, Gehälter – die interessiert eine Krise herzlich wenig.
- Mitarbeiterinnen und Kundinnen erwarten Antworten, auch wenn du selbst noch keine hast. Ehrliche, offene Kommunikation wird jetzt entscheidend.
- Schnelle Flexibilität ist das A und O: Wer seine Arbeit neu gedacht und die Türen (virtuell) offengehalten hat, kam besser durch die Krise.
Aber was genau tust du, wenn das Leben von einem Tag auf den anderen „ausgeschaltet“ wird?
Kosten senken: Wo fängst du an, um schnell wieder Boden unter den Füßen zu haben?
Zuerst die größte Angst jeder Unternehmerin: Die Kosten laufen weiter, aber die Einnahmen bleiben aus. Keine Panik! Schreib alle Kosten auf. Zieh einen Strich darunter und frag dich: Worauf kannst du vorübergehend verzichten?
- Ruf deine Vermieterin an und frag nach einer Zahlungsstundung oder einem vorübergehenden Nachlass. Sprich offen über deine geschäftliche Lage – auch sie hat ein Interesse daran, dass es dir gut geht.
- Bewerte jede Kostenposition kritisch: Überlege, welche Bestellungen, Leasingraten oder Abogebühren du vorübergehend pausieren kannst.
- Sprich direkt mit deinem Team: Wäre eine vorübergehende Pause, eine geänderte Einteilung oder alternative Aufgaben möglich?
- Schütze Daten und Vermögenswerte! Dem Inventar deines Salons passiert in einer Krise vielleicht nicht viel, aber gepflegte Dokumentation kann dir später viel Ärger ersparen.
Das Allerwichtigste: Spare niemals an dem, was das Rückgrat deines Salons ausmacht – die Sicherheit deines Teams, der gute Ruf deines Salons und deine eigene seelische Gesundheit.
Wie hältst du den Kontakt zu Kundinnen, auch auf Distanz?
Einer der größten Fehler in der Krise ist es, aus dem Blickfeld der Kundinnen völlig zu verschwinden. Tatsächlich wird gerade jetzt erwartet, dass du etwas präsenter bist als sonst! Was kannst du sofort tun?
- Automatische Benachrichtigungen sind Gold wert. Software wie SalonLife lässt dich schnell mit allen Kundinnen in Kontakt treten: informieren, Empfehlungen teilen und die Verbindung halten. Wie automatische Erinnerungen dabei helfen, liest du in unserem Blog: automatische Benachrichtigungen für Salons.
- Persönliche Anstöße: Gutscheine, kleine Inspirationstipps und sogar eine kurze Frage „Wie geht es dir?“ vermitteln das Gefühl, dass dir wirklich etwas an ihnen liegt.
- Social Media als virtuelles Schaufenster: wöchentliche Pflegetipps, Frisurtricks für zu Hause, kleine Verlosungen oder humorvolle Beiträge helfen, die Stimmung positiv zu halten. Inspiration findest du im Beitrag 5 wirkungsvolle Social-Media-Post-Ideen für Kosmetikerinnen.
- Sag Bescheid, wann und wie du wieder öffnest. Halte deine digitalen Kanäle aktiv – das ist deine Investition in die Zukunft.
Nicht alle kommen sofort zurück, aber diejenigen, die du auch in der schwierigen Zeit unterstützt, werden dich danach noch mehr schätzen!
Kann ein Salon in der Krise überhaupt Geld verdienen? Ja, wenn du erfinderisch bist!
Du fragst dich vielleicht: „Wie soll ich jetzt etwas verkaufen, wenn keine Kundinnen zur Tür hereinkommen?“ Die Antwort liegt darin, mutig querzudenken:
- Sets für zu Hause: Stell verschiedene Pflegepakete für Haare, Haut oder Nägel zusammen und verkaufe sie. Die Pakete kannst du selbst liefern oder kontaktlos per Kurier zustellen lassen.
- Virtuelle Beratungen: eine Eins-zu-eins-Beratung per Videoanruf oder ein „Beauty-Kaffee“ mit Freundinnen über Zoom – warum nicht?
- Schnell einen Onlineshop starten: Mit SalonLife kannst du schnell ein Produktsortiment mit passenden Zahlungslösungen aufbauen, damit du dich auf Kommunikation und Content konzentrieren kannst.
- Online-Gutscheine: beschleunigen den Cashflow und lassen Kundinnen schon jetzt zukünftige Termine einplanen.
Überlege dir jeden Schritt genau: Wie kommt das Produkt an, welche Zahlungslösung passt am besten, und warum könnte gerade dieses Angebot der Kundin wirklich helfen?
Zurück zum reibungslosen Salonalltag – sicher, fürsorglich und mit großem Blick
Beruhigt sich die Lage und öffnen sich die Türen wieder, stehst du vor einer ziemlich neuen Welt. Läuft dann wieder alles rund? Der Erfolg liegt in transparenter Kommunikation und Flexibilität:
- Informiere Kundinnen über neue Regeln und Möglichkeiten: automatische E-Mails und Benachrichtigungen bringen die Botschaft schnell und wirkungsvoll an. (Sieh dir auch an: automatische Benachrichtigungslösungen für Beautysalons)
- Biete persönliche Rabatte an: besonders für alle, die vor der Krise bei dir aktiv waren – eine gute Kundenverwaltungssoftware (CRM) hilft dir, die Listen im Nu zu finden.
- Teile in den sozialen Medien Bilder und kleine Erfolge aus deinem erneuerten Salon: Zeig, womit sich dein Team in der Zwischenzeit beschäftigt hat und wie im Salon auf Gesundheit geachtet wird. Inspiration, wie du ein noch attraktiveres Markenbild aufbaust, findest du im Beitrag Gestalte deinen Beautysalon noch attraktiver mit wirkungsvollen Branding-Strategien.
- Bleib flexibel bei der Terminvergabe – nicht alle kommen gleich in Eile zurück. Und das ist völlig normal.
Das Wichtigste: Drück nicht, dräng nicht – zeig, dass echte Fürsorge am Ende der beste Wettbewerbsvorteil ist.
Warum überleben manche Salons auch außergewöhnliche Zeiten, andere nicht? Wenn du kurz an deinen eigenen Salon denkst – was sind deine Stärken, und muss eine dieser Lektionen sofort umgesetzt werden? Im nächsten Kapitel tauchen wir tiefer in schwierige Situationen ein: wie du mit Stress und Burnout umgehst. Bevor du anderen hilfst, musst du auch dein eigenes Wohlbefinden im Blick behalten. Bist du bereit?
