Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Salons wachsen und aufblühen, während andere einfach nur kämpfen, um über die Runden zu kommen? Ein neuer Farbton oder eine glänzendere Salonausstattung mag zwar für Aufregung sorgen, aber der Erfolg eines Salons steckt tatsächlich oft in einem viel einfacheren Faktor – in richtigen und aktuellen Preisen.
Viele Salonbesitzerinnen stellen die Preisliste in der Eröffnungshektik schnell zusammen und lassen sie dann jahrelang unangetastet. Gleichzeitig ändern sich aber ständig die Materialpreise, die Stromkosten, die Gehaltswünsche der Mitarbeiterinnen … und auch die Konkurrenz schläft nicht. Aktualisierst du deine Preise nicht, beginnt der Gewinn des Salons wie leise verrinnender Sand zu schwinden – unbemerkt und langsam, bis du eines Tages feststellst, dass die letzte Preiserhöhung „letzten Winter … oder sogar vor ein paar Jahren“ war.
Warum solltest du deine Preise regelmäßig überprüfen?
Steigende Kosten fressen den Gewinn oft so unbemerkt auf, dass man es selbst gar nicht sofort spürt. Auch die gewöhnlichsten Kostenpunkte – Material, Energie, Gehalt, Reinigungsmittel – können sich im Laufe eines Jahres deutlich verändern. Halt kurz inne: Wie stark sind die Selbstkosten deiner Leistungen im letzten Jahr gestiegen – für dich selbst, nicht für die Kundin?
Und nicht nur die Kosten – auch die Marktlage ist nie in Stein gemeißelt. Hast du bemerkt, dass der Nachbarsalon kürzlich die Preise erhöht hat oder ein neuer Anbieter mit einem besonders auffälligen Sonderangebot auf den Markt gekommen ist? Diese ganze Dynamik betrifft auch dich. Außerdem kann manche Leistung plötzlich populärer werden, während eine andere langsam in den Hintergrund rückt. Interessiert es dich nicht, ob du noch die richtigen Leistungen zum richtigen Preis anbietest? Willst du mehr über Markttrends erfahren, sieh dir auch den Blogbeitrag über Entwicklungen und Trends im Salonmarkt an.
Woran erkennst du, welche Preise sich ändern sollten?
Hier kommt eine kleine „Detektivarbeit“ ins Spiel. Erstell dir selbst (oder noch einfacher – lass die Statistik von SalonLife das für dich tun) eine Liste aller Leistungen:
- Wie oft werden sie gebucht?
- Wie viel verdienst du an jeder Kundin?
- Wie viel Material und Zeit verlangt diese Leistung von dir?
Überraschungen gibt es dabei häufig: Manche scheinbar beliebte Leistung kann zeitlich so aufwendig sein, dass der tatsächliche Ertrag fast bei null liegt. Zum Beispiel detailreiche oder relativ neue Leistungen, deren Preise anfangs eher „zurückhaltend“ angesetzt wurden. Zeigt Excel (oder natürlich der SalonLife-Bericht), dass die Kosten einer Leistung über den Kopf gewachsen sind, ist es Zeit, den Preis zu überprüfen.
Übrigens, was und wie du am besten beobachtest, liest du auch in den wichtigsten Statistikkennzahlen für Beautysalons im Jahr 2025.
Ein kleiner Tipp: Eine liebgewonnene, aber unrentable Leistung aufzugeben, kann die richtige Entscheidung sein, damit der Salon als Ganzes gedeiht. Manchmal hilft es auch, aufwendige Leistungen zum Beispiel auf Werktagvormittage zu beschränken oder sie mit einem umfangreicheren Paket zu kombinieren.
Preiserhöhung – wie gehst du kundenfreundlich damit um?
Es ist kein Geheimnis, dass es beängstigend sein kann, über Preise zu sprechen. „Was, wenn Kundinnen verärgert sind oder woanders hingehen?“ – diese Frage spukt hin und wieder im Kopf jeder Salonbesitzerin herum.
Hier helfen nur Ehrlichkeit und Transparenz:
- Kündige Preisänderungen mindestens 2–4 Wochen im Voraus an. (SalonLife kann das per E-Mail oder SMS erledigen, ob automatisch oder persönlich!)
- Entschuldige dich nicht, sondern erklär den Wert – warum ändert sich der Preis? Investierst du in hochwertigere Materialien, kannst du mehr Servicezeit oder neue Behandlungen anbieten, professionellere Fachkräfte einstellen?
- Sei bereit, Fragen zu beantworten: Oft reicht es schon, wenn die Kundin die Gründe direkt von einer Salonvertreterin hört – sei es im Newsletter oder in einem vertrauensvollen Gespräch.
- Guter Brauch: Biete Stammkundinnen die Möglichkeit, für eine bestimmte Zeit noch zum alten Preis zu buchen, oder nutz Vorteile aus dem Treueprogramm, um zu zeigen, dass du ihre Treue wertschätzt.
Aktualisierung der Preisliste – überlass nichts dem Zufall!
Hat sich ein Preis oder haben sich mehrere Preise geändert, lohnt es sich, mit kritischem Blick alle Stellen zu überprüfen, an denen die Kundin damit in Berührung kommt:
- Die physische Preisliste im Salon
- Die Website
- Die Kanäle der sozialen Medien
- Und vor allem – das Online-Buchungssystem (z. B. SalonLife)
Gute Software sorgt dafür, dass nirgendwo ein veralteter Link oder Preis hängen bleibt. So vermeidest du unangenehme Überraschungen im Stil von „aber ich habe online einen ganz anderen Preis gelesen“.
Es ist kein Geheimnis, dass transparente und ehrliche Preisänderungen dabei helfen, stärkeres Vertrauen in der Beziehung zu Kundinnen aufzubauen. Fragen mögen zwar kommen – aber das ist nur positiv. Zeig, dass du offen bist, sprich bei Bedarf direkt über Details, und schon ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass alte Kundinnen treu bleiben und neue sich willkommen fühlen.
Interessant, wann du zuletzt wirklich den Zeitaufwand und die Profitabilität der Leistungen deines Salons gründlich analysiert hast? Im nächsten Artikel sprechen wir darüber, wie du die Preisliste am attraktivsten gestaltest und mit welchen einfachen Kniffen du deine Leistungen den Kundinnen noch verlockender präsentierst. Verpass es nicht!
